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Bilegger

Objektbezeichnung:Bilegger
erweiterte Objektbezeichnung:Ofen
Sachgruppe:Kamine / Öfen / Herde
Hersteller:Unbekannt
Datierung:1774
Maße:B: 51 cm, H: 150 cm, T: 75 cm (Gesamtmaße), B: 41 cm, H: 26 cm (Fliesenaufsatz), H: 86 cm (Korpus), H: 38 cm (Füße)
Material:Eisen
Technik:gegossen
geschmiedet (Beine)
Kastenförmiger, gusseiserner Beilegeofen auf zwei gedrehten, schmiedeeisernen Beinen.
Die vordere Ofenplatte zeigt die Szene von der Taufe Christi im Jordan durch Johannes den Täufer mit unten verlaufendem Spruchband ?Siehe, das ist Gottes Lam ? und darunter ?Joh. I .V .20?. In den Ecken befindet sich jeweils eine Schmuckrosette.
Die Seitenteile sind gleich gestaltet. Im Zentrum steht ebenfalls eine Szene aus dem Neuen Testament: Christus betend am Ölberg mit Spruchband ?Vater, wilt du so nim diesen Kelch von mir? sowie ?Luc. 22?. Das Motiv wird von Schmuckrosetten gerahmt.
Der mit holländischen Wandfliesen verkleidete Aufsatz diente zum Warmhalten von Speisen und war typisch für die alte Herrschaft Pinneberg.

In den norddeutschen Hallenhäusern lagen die Wohnstuben am Ende der Eingangshalle, hinter der Küche mit ihrem offenen Herd. Der Bilegger (Beilegerofen) stand in der Wohnstube an der Küchenwand und wurde vom offenen Herd aus mit Glut gefüllt. Die Ofenplatten waren häufig mit biblischen Szenen verziert.

Inventarnummer: A-0125

Abbildungsrechte: Industriemuseum Elmshorn