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Tod und Jenseits. Totenbrauchtum in Schleswig-Holstein von der Jungsteinzeit zur Eisenzeit.

Ab dem: 07.05.2006
Bis zum: 31.12.2020
Veranstalter:Archäologisches Landesmuseum
AnschriftSchloss Gottorf
24837 Schleswig
Unser heutiges Bild von Tod und Jenseits ist in Mitteleuropa ganz wesentlich durch die Ideenwelt des christlichen Abendlandes geprägt. Seit dem Mittelalter bestimmte die Kirche, welches Bild vom Tod und dem, was danach kommt, das richtige ist. Erst mit dem Einfluss anderer Kulturen und Religionen treten heute weitere Modelle neben die tradierte christliche Vorstellung. Doch was wissen wir über die Vorstellungen unserer Vorfahren in der Ur- und Frühgeschichte? Gab es für sie ein Leben nach dem Tod? Und wie sah es aus? In der Ausstellung Tod und Jenseits sind Dr. Mechtild Freudenberg und Dr. Michael Gebühr diesen Fragen die Zeiten übergreifend nachgegangen.

Der Umgang mit Verstorbenen variiert zeitlich und räumlich stark und ist abhängig von der Lebensweise und den religiösen Vorstellungen einer Gemeinschaft. Die Notwendigkeit, eine vergehende Leiche zu beseitigen, führt z.B. bei Nomaden zu anderen Lösungen als bei sesshaften Bauern. Für die Hinterbliebenen ist es wichtig, die Kontrolle über den Toten zu erhalten und einen möglicherweise schädlichen Einfluss abzuwehren. Dies geschieht durch die Durchführung von Ritualen und eine besondere Behandlung des toten Körpers. Hiervon kann die Archäologie zumindest Fragmente erfassen.

Mit einer besonderen Art der Präsentation wird ganz bewusst das bisherige Konzept zur Darstellung archäologisch dokumentierter Landesgeschichte durchbrochen. Auf der Grundlage wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse wurde ein emotionaler Zugang zum Thema gestalterisch umgesetzt. Modelle und Inszenierungen lassen historische Landschaften erstehen und erlauben eine neue Annäherung an die Welt unserer Vorfahren. Herausragende Objekte wie die Figuren von Braak, die Moorleiche des Mannes von Dätgen sowie die reichen Gräber aus Hüsby bilden die Schwerpunkte der Präsentation. Auf eine ausführliche Beschilderung wurde im Innenraum verzichtet, um den Eindruck der Objekte und Inszenierungen nicht zu stören. Das Begleitbuch zur Ausstellung ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema.
April-Okt. tgl. 10-18, Nov.-März di-fr 10-16, sa-so 10-17; 24./25./31.12. Und 1.1. geschlossen; Schulklassen unter Führung ab 9 Uhr