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Portrait Manfred Schames
Stiftung Rolf Horn · im Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf
CC BY-SA 4.0
Objektbezeichnung:
Gemälde
Datierung:
1925/32
Maße:
Rahmenmaß: Höhe: 178,8 cm; Breite: 102,8 cm; Tiefe: 7,2 cm
Material:
Leinwand
Technik:
Öl
Bereitstellende Institution:
Stiftung Rolf Horn · im Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf
Das ganzfigurige, etwa lebensgroße Porträt des Kunsthändlers Manfred Schames von Ernst Ludwig Kirchner (1880 bis 1938) gehört zu den späten Hauptwerken des Künstlers und zugleich zu den epochalen Porträts der ersten Jahrhunderthälfte. Es zeigt Manfred Schames als weltläufigen Herrn, mit Pfeife und elegant gekleidet, auf seinem Schoß ein geöffnetes Buch. Sein Blick geht jedoch versonnen in die Ferne. Er sitzt in dem (heute zerstörten) sogenannten „Adam-und Eva-Stuhl“, den Kirchner selbst geschnitzt hatte. Dessen Rückenlehne bestand aus zwei lebensgroßen, einander zugewandte Holzfiguren, die sich hier anblicken und im Bild wie leibhaftige Akteure erscheinen.
Der Kunsthändler Manfred Schames (1885–1955) leitete ab 1922 den von seinem Onkel gegründeten Frankfurter Kunstsalon Schames, der ab 1913 einer der ersten Förderer des Expressionismus wurde, insbeson-dere von Ernst Ludwig Kirchner. Schames wurde Kirchners wichtigster Galerist. Er besuchte den Künstler im Spätsommer 1925 in dessen Haus in der Schweiz, um eine Ausstellung vorzubereiten. Im Dezember des Jahres besuchter Kirchner dann Schames in Frankfurt – seine erste Reise nach Deutschland, seit er 1917 nach Davos gezogen war. Kurz darauf entzweite sich die Verbindung vorübergehend, doch näherten sich beide wieder an. Kirchner vollendete das Gemälde um 1932. Die Kunsthandlung Schames geriet in der Wirtschaftskrise und durch zunehmenden Antisemitismus Anfang der 1930er-Jahre in Bedrängnis, konnte jedoch bis 1938 eingeschränkt weitergeführt werden. Dann emigrierte die Familie nach Israel.
Der Kunsthändler Manfred Schames (1885–1955) leitete ab 1922 den von seinem Onkel gegründeten Frankfurter Kunstsalon Schames, der ab 1913 einer der ersten Förderer des Expressionismus wurde, insbeson-dere von Ernst Ludwig Kirchner. Schames wurde Kirchners wichtigster Galerist. Er besuchte den Künstler im Spätsommer 1925 in dessen Haus in der Schweiz, um eine Ausstellung vorzubereiten. Im Dezember des Jahres besuchter Kirchner dann Schames in Frankfurt – seine erste Reise nach Deutschland, seit er 1917 nach Davos gezogen war. Kurz darauf entzweite sich die Verbindung vorübergehend, doch näherten sich beide wieder an. Kirchner vollendete das Gemälde um 1932. Die Kunsthandlung Schames geriet in der Wirtschaftskrise und durch zunehmenden Antisemitismus Anfang der 1930er-Jahre in Bedrängnis, konnte jedoch bis 1938 eingeschränkt weitergeführt werden. Dann emigrierte die Familie nach Israel.
Inventarnummer:
HORN-0035
Signatur(en):
signiert und datiert
Was: EL Kirchner 22
Was: EL Kirchner 22
datiert
Wo: verso
Was: 22
Wo: verso
Was: 22
Schlagworte:
Mann
ganzfiguriges Porträt
In Portal übernommen am:
2025-11-14T12:28:55Z
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