Objektbezeichnung:
Skulptur
Datierung:
um 1490
Maße:
H: 196 cm, B: 66 cm, T: 45 cm
Material:
Holz
Technik:
Holztechnik
Sachgruppe:
XV. Religion und Kirche
Person:
Herstellungsort:
Lübeck
Bereitstellende Institution:
die LÜBECKER MUSEEN St. Annen-Museum
Die Hl. Anna steht aufrecht mit vorgesetztem linken Fuß sowie vorgestelltem linken Knie und blickt gerade aus nach vorn. Sie ist bekleidet mit einem Gewand, Mantelumhang, Gebende und Schleier. Mit beiden Händen trägt beziehungsweise stützt sie den nackten Jesusknaben, so daß dieser diagonal vor ihrem Oberkörper eine Präsentationshaltung zwischen Liegen und Sitzen einnimmt. Sein Blick ist auf eine goldene Birne gerichtet, die er mit beiden Händen aus der erhobenen Rechten seiner Mutter zu ergreifen trachtet. Maria steht in seitlicher Wendung unter ihm vor der rechten Körperseite der Hl. Anna. Während sie den rechten Arm erhoben hat, um dem Kind die Birne zu reichen, rafft sie mit der Linken den Mantelstoff vor ihrer rechten Körperseite. Maria trägt ein hochgeschlossenes Gewand und einen weiten Mantelumhang. Unter der Krone läuft ihr offenes gelocktes Haar weit nach unten auf den Rücken.
Die breiten runden Gesichter der Frauen sind puppenhaft gestaltet. Sie werden geprägt von den schmalen, zusammengepreßten Mündern, den geraden Nase, deren Flügel in die hoch angesetzten runden Augenbrauen übergehen sowie durch die etwas schräg gesetzten Augen mit ihren tiefen Oberlidern. Das Faltenspiel der Gewänder zeichnet sich im Bereich der Oberkörper durch nach unten hin zunehmend kleiner werdende, gegeneinander verschobene Schüssel- oder Kissenfalten ab. Im Bereich der Beine, wo der geraffte Mantelstoff zu Boden fällt, dominieren langgezogene Trichterfalten neben wellenförmig anliegenden Stoffflächen.
In seiner Figurenanlage stellt das Bildwerk in Lübeck eine schwächere Variante der nämlichen herausragenden Figur in der Schreinmitte des Hochaltarretabels aus den Jahren 1478-1479 im Dom zu Århus dar, für das Bernt Notke verantwortlich zeichnete (vgl. Eimer 1985, Nr. 7 S. 76-90, 177-180; Petermann 2000, S. 70ff., Abb. 75).
Die Figur der Hl. Anna Selbdritt wird in Lübeck in den Jahren um 1490 im Umkreis Bernt Notkes entstanden sein. Die beachtliche Höhe (196 cm) bei einer relativ geringen Breite (66 cm) sowie die fast vollrunde Ausarbeitung scheinen gegen eine Aufstellung in einem mehrfigurigen Retabelschrein zu sprechen. Vielmehr sollte entweder ein von den Seiten möglicherweise einsehbarer Heiligenschrein oder eine freie Aufstellung auf einem Altar erwogen werden.
Nach Albecht 2005, Kat. Nr. 116
Die breiten runden Gesichter der Frauen sind puppenhaft gestaltet. Sie werden geprägt von den schmalen, zusammengepreßten Mündern, den geraden Nase, deren Flügel in die hoch angesetzten runden Augenbrauen übergehen sowie durch die etwas schräg gesetzten Augen mit ihren tiefen Oberlidern. Das Faltenspiel der Gewänder zeichnet sich im Bereich der Oberkörper durch nach unten hin zunehmend kleiner werdende, gegeneinander verschobene Schüssel- oder Kissenfalten ab. Im Bereich der Beine, wo der geraffte Mantelstoff zu Boden fällt, dominieren langgezogene Trichterfalten neben wellenförmig anliegenden Stoffflächen.
In seiner Figurenanlage stellt das Bildwerk in Lübeck eine schwächere Variante der nämlichen herausragenden Figur in der Schreinmitte des Hochaltarretabels aus den Jahren 1478-1479 im Dom zu Århus dar, für das Bernt Notke verantwortlich zeichnete (vgl. Eimer 1985, Nr. 7 S. 76-90, 177-180; Petermann 2000, S. 70ff., Abb. 75).
Die Figur der Hl. Anna Selbdritt wird in Lübeck in den Jahren um 1490 im Umkreis Bernt Notkes entstanden sein. Die beachtliche Höhe (196 cm) bei einer relativ geringen Breite (66 cm) sowie die fast vollrunde Ausarbeitung scheinen gegen eine Aufstellung in einem mehrfigurigen Retabelschrein zu sprechen. Vielmehr sollte entweder ein von den Seiten möglicherweise einsehbarer Heiligenschrein oder eine freie Aufstellung auf einem Altar erwogen werden.
Nach Albecht 2005, Kat. Nr. 116
Inventarnummer:
1927-21
In Portal übernommen am:
2026-01-30T17:39:49Z
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