Objektbezeichnung:
Druckmodel
Material:
Holz
Eisen
Sachgruppe:
Drucker
Bereitstellende Institution:
Industriemuseum Elmshorn
Rechteckiges Holzstück, sogenanntes Druckmodel, in das Metallstifte eingeschlagen sind, wodurch sich ein Blatt- und Beerenmuster ergibt.
Der Blaudruck ist eine alte Technik des Textildrucks, bei der Leinen- oder Baumwollstoffe mit Modeln bedruckt werden, wodurch ein blau-weißes Muster entsteht. Die Muster der Blaudruck-Stoffe werden von Hand mit Modeln gedruckt: Diese waren anfangs ganz aus Buchsbaumholz geschnitten, im 19. Jahrhundert bildete man das Muster aus feinen Metallstiften, die in Birnenholz gesetzt wurden. Diese Modeln stellte ein spezialisierter Handwerker, der Formenstecher, her.
Mit den Modeln wird eine klebrige Masse auf den Stoff aufgedruckt: der sogenannte Druckpapp, der unter anderem aus Gummi-arabicum, Kupfervitriol, Grünspan, Bleizucker, Alaun und Bleisulfat besteht. Der Druckpapp wirkt als schützende Reserve auf dem weißen Tuch an den so bedruckten Stellen. Jedes Tuch wird Stück für Stück von Hand bedruckt.
Die anschließende Blaufärbung findet in der Indigo-Küpe statt. Der bedruckte Stoff wird bis zu zehnmal in den Färbebottich getaucht, bis die gewünschte Farbtiefe erreicht ist.
Indigo ist während des Färbevorgangs grün und erhält erst bei der Oxidation an der Luft einen blauen Farbton. Nach Entfernung des Druckpapps erscheint das weiße Muster auf blauem Grund.
Da vor der Industrialisierung Reichtum vor allem über teure Stoffe und aufwändige Stickereien und Verarbeitungsformen ausgedrückt wurde, galt Blaudruck, bei dem vorwiegend handgewebte Leinenstoffe der ländlichen Bevölkerung bedruckt wurden, als Kunst der armen Leute. Die Industrialisierung und der damit aufkommende maschinelle Walzendruck bedeuteten für die meisten Blaudruckwerkstätten das Aus.
Der Blaudruck ist eine alte Technik des Textildrucks, bei der Leinen- oder Baumwollstoffe mit Modeln bedruckt werden, wodurch ein blau-weißes Muster entsteht. Die Muster der Blaudruck-Stoffe werden von Hand mit Modeln gedruckt: Diese waren anfangs ganz aus Buchsbaumholz geschnitten, im 19. Jahrhundert bildete man das Muster aus feinen Metallstiften, die in Birnenholz gesetzt wurden. Diese Modeln stellte ein spezialisierter Handwerker, der Formenstecher, her.
Mit den Modeln wird eine klebrige Masse auf den Stoff aufgedruckt: der sogenannte Druckpapp, der unter anderem aus Gummi-arabicum, Kupfervitriol, Grünspan, Bleizucker, Alaun und Bleisulfat besteht. Der Druckpapp wirkt als schützende Reserve auf dem weißen Tuch an den so bedruckten Stellen. Jedes Tuch wird Stück für Stück von Hand bedruckt.
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Indigo ist während des Färbevorgangs grün und erhält erst bei der Oxidation an der Luft einen blauen Farbton. Nach Entfernung des Druckpapps erscheint das weiße Muster auf blauem Grund.
Da vor der Industrialisierung Reichtum vor allem über teure Stoffe und aufwändige Stickereien und Verarbeitungsformen ausgedrückt wurde, galt Blaudruck, bei dem vorwiegend handgewebte Leinenstoffe der ländlichen Bevölkerung bedruckt wurden, als Kunst der armen Leute. Die Industrialisierung und der damit aufkommende maschinelle Walzendruck bedeuteten für die meisten Blaudruckwerkstätten das Aus.
Inventarnummer:
A-0766
In Portal übernommen am:
2026-01-30T16:19:02Z
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