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Kriegsmarine - SMS "Hessen", Linienschiff

Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek CC BY-SA 4.0
Objektbezeichnung:
Postkarte
Material:
Papier
Technik:
Lichtdruck
Sachgruppe:
Ansichtskarten
Bereitstellende Institution:
Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek
Linienschiff SMS "HESSEN", Schwesterschiffe "BRAUNSCHWEIG", "ELSASS", "LOTHRINGEN", "PREUSSEN";
Bauwerft: Germaniawerft, Kiel, Stapellauf 18.9.1903, Indienststellung 19.9.1905;
Abmessung: Länge ü.a. 127,7 m (Kwl 126 m), Breite 22,2 m, Tiefgang 8,16 m, Wasserverdrängung max. 14394 t;
ab 1937 als Zielschiff: Länge ü.a. 127,7 m (Kwl 126 m), Breite 22,2 m, Tiefgang 7,12 m,
Wasserverdrängung max. 12200 t;
Antrieb: 8 Marine-Wasserrohrkessel, 6 kohlegefeuerte Zylinderkessel/3 Dreizylinder-Expansionsdampfmaschine 16486 Psi, 3 Schrauben mit 18 kn, ab 1937 20 kn;
Bewaffnung: 4 Schnellladekanonen 28 cm, 14 Schnellladekanonen 17 cm, 20 Schnellladekanonen 8,8 cm, 4 Maschinenkanonen 3,7 cm, 6 Torpedorohre 45 cm (1 Heck, 1 Bug, 4 seitlich), ab 1916 zusätzlich 2 Ballon-Abwehrgeschütze 8,8 cm;
1917 desarmiert, in der Reichsmarine bis 1935: 4 Schnellladekanonen 28 cm, 14 Schnellladekanonen 17 cm, 4 Flak 8,8 cm, 4 Torpedorohre 50 cm;
Verbleib: Nach Beendigung ihrer Probefahrten trat "HESSEN" zur 1. Division des 2. Geschwaders, versah Flottendienst und nahm an Manövern sowie Ausbildungsreisen teil. Im Februar 1912 versah sie Eisbrecherdienste in der Ostsee. Bei Kriegsausbruch war die "HESSEN" und ihre Schwesterschiffe als älteste Linienschiffe in aktiven Geschwadern
bereits veraltet. Sie verblieb aber im Zweiten Geschwader, das in der Mündung der Elbe stationiert war, zu den Deckungskräften bei den verschiedenen Flottenunternehmungen gehörte, jedoch bei keinem dieser Vorstöße Gefechtskontakt hatte. Als einziges Schiff ihrer Klasse nahm sie an der Skagerrakschlacht teil und blieb während der Schlacht auch unbeschädigt. Am 12.12.1916ging "HESSEN" in die Kaiserliche Werft in Kiel, wurde desarmiert am 18.1.1917 außer Dienst gestellt. Bis zum Kriegsende wurde sie als Wohnschiff der 1. U-Bootflottille in Brunsbüttel genutzt. Nach Kriegsende übernahm die Reichsmarine das Schiff, wurde erneut am 5.1.1925 in Dienst gestellt und gehörte der Linienschiffsdivision an. "HESSEN" nahm an Übungen und Manövern teil, machte auch einige Auslandsreisen. Als Linienschiff nahm sie letztmalig an den Herbstmanövern 1934 teil, verließ am 25.9 Kiel und stellte am 12.11.1934 in Wilhelmshaven außer Dienst. Am 31.3.1935 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen, wurde sie ab April 1935 auf der Marinewerft in Wilhelmshaven zum Fernlenk-Zielschiff umgebaut. Dafür wurden alle Geschütze ausgebaut, 2 Schornsteine und Masten entfernt, ein neuer Vorsteven angebaut und die Maschinenanlage verändert. Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde es Russland zugesprochen, erhielt den Namen "TSEL" und war bis in die 1960er Jahre in Dienst. Danach vermutlich abgewrackt.
(Album 188-105)
Inventarnummer:
Album 188-105
Signatur(en):
betitelt
Wo: o. l.
Was: S.M. Linienschiff Hessen

Wo: rückseitig M. l.
Was: Photogr. u. Verlag Gebr. Lampe, Kiel. No. 102. Rö.
Schlagworte:
Kriegsmarine, Kriegsschiffe
In Portal übernommen am:
2026-02-10T08:26:07Z

Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek

Wall 47/51, 24103 Kiel

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