6-seitiges Faltblatt mit Abbildungen und Beschreibungen der Kirchenausstattung. Die Titelseite zeigt die Christkirche.
Die St. Nicolai-Kirche, die heutige Christkirche wurde anstelle eines 1350 errichteten und 1591 abgerissenen Vorgängerbaus bis 1592 an den erhalten gebliebenen Turm angebaut. Obwohl die Renaissance bereits um 1530 in der Region dominierte, wurde die Kirche weitgehend im Stil einer mittelalterlichen Hallenkirche errichtet. Die Raumaufteilung vollständig vom Mittelalter geprägt. Schiff und Chor sind in Backstein im Klosterformat ausgeführt, das höhere und breitere Mittelschiff ist durch Arkaden von den Seitenschiffen getrennt. Der nach Osten ausgerichtete Chor ist von gleicher Höhe wie das Mittelschiff. Spitzbogenfenster, Strebepfeiler und Dachform sind noch gotisch. Vor dem Altar befindet sich eine Sängerempore, die dem Besucher den Eindruck einer Chorschranke, dem Lettner vermittelt. Die Empore stammt aus dem Jahr 1623 und zeigt Bibelmotive eines einheimischen Malers. Die Vorderseite ist mit 18 Bildern von der Erschaffung Evas bis zum Tag des Jüngsten Gerichts geschmückt. Auf der Rückseite sind 12 weibliche Figuren zu sehen, die die Tugenden und Jahreszeiten symbolisieren. Kanzel und Gestühl sind aus dem 16. Jahrhundert. In die 1695 geschaffene Altartafel ließ der Stifter Friedrich Jürgensen das Bild der verstorbenen Tochter einarbeiten. Der oktogonale Taufstein in schwarzem Marmor aus Namur in Belgien stammt von 1350. Die Kanzel ist von 1586 und wurde aus der St. Nicolaikirche übernommen. Er zeigt in Reliefs die Verkündigung, Christi Geburt und Taufe, Kreuzigung, Auferstehung, Himmelfahrt und Verderben. Die erste von Mathias Malin aus Buxtehude 1596 gebaute Orgel wurde in der Folgezeit mehrfach umgebaut. Der ursprünglich im Renaissancestil ausgeführte Orgelprospekt wurde 1630 von Johann Heide in einen Barockstil gändert. Von Frobenius & Sons in Kopenhagen erhielt sie im Heide'schen Gehäuse 1946 ein neues Werk. Weiterhin befinden sich 14 Epitaphien hervorgehobener Bürger der Stadt in der Kirche.
(Ortsalbum 23-1)